August 2009


…und das im wahrsten Sinne des Wortes!

Ich befinde mich auf dem Markt in Mapusa und suche verzweifelt nach einfachem weissen Papier und normalen (!) Umschlaegen… So weit ist das ja noch eine unverfaengliche Situation. Dann neben mir das obligatorische “ Hello! Whats your name?“ Na gut, ich spiele dieses Spielchen mit, weil so tun als haette man nichts gehoert ist unhoeflich und ich bin ja schliesslich gut erzogen. Mit der Kenntnis ueber meinen Namen gibt sich die durchaus nette Frau nun allerdings leider nicht zufrieden: „Where are you from? … Ah Germany very nice. You are very beutyful, nice hair, nice eyes (ok… vllt haette ich an dieser Stelle stutzig werden sollen…) „What are you looking for?“ Ah… wunderbar, denke ich, die kann mir bestimmt zeigen wo ich das Papier und die Umschlaege bekomme! Und damit bin ich dann auch in der Falle gelandet… Die mir zu diesem Zeitpunkt wirklich sympathische Frau bringt mich also zu dem Papierladen und ich erstehe das von mir gesuchte weisse Papier. Nun allerdings gehts ja erst richtig los!

Denn: Da mir Sonja, wie sie sich mitlerweile vorgestellt hat, ja nun geholfen hat, solle ich mir doch bitte auch ihren Shop ansehen und den ihrer Freundin, die bisher schweigend hinter uns hergetrottet war, haette auch noch einen… In diesem Augenblick daemmert mir, dwas mich erwahrtet und das ich mich in den Faengen von, wie sie der Lonely Planet nennt und im gleichen Augenblick vor ihnen warnt, Schlepper befinde.

Da diese beiden Damen, die ich mittlerweile nicht mehr ganz so sympathisch finde, allerdings ja geholfen haben, tue ich mich etwas schwer sie abzuweisen, denn ich habe ja gelenrt dankbarzu sein 😉 und lasse mich zu ihren Shops fuehren… Ja ich weiss, ich muss unbedingt lernen „No thanks“ zu sagen und das Problem ist ja auch nicht neu… Ich erinnere nur an das Buch das ich dem tibetischen Wandermoench abgekauft habe, nachdem er mich eine halbe Stunde zugelatschert hatte oder an die mehr oder weniger freiwillige Mitgliedschaft im BUND, die ich, nebenher seis erwaehnt, mittlerweile wieder gekuendigt habe…

Schweren Herzens schaue ich mir also die Shops der beiden Damen an… Schals und Schmuck: es haette auch schlimmer kommen koennen! Mit anschauen geben sich die beiden, mittlerweile mag ich sie nicht mher!, allerdings nicht zufrieden sodass ich nachher mit einem Schal und einem Fusskettchen dastehe…

Allerdings: Ich habe mich um Kopf und Kragen gehandelt (ich kann es scheinbar doch Anne! 🙂 Fuer den Schal wollte die gute Frau 1800 Rs haben… Ich dachte kurz ich habe mich verhoert und sie meinte 180 Rs. aber nein… Wie auch immer, am Ende erstand ich das gute Stueck fuer 200 Rs und das Fusskettchen habe ich von 700 Rs auf 50 runtergehandelt… aber natuerlich besitzte ich jetzt einen echten Paschminaschal und das Kettchen ist auch aus Silber… wers glaubt… Ich jedenfalls nicht!

Am Ende des Tages, waehrend ich mich auf der Heimfahrt nach Saligao befinde und die Palmen an mir vorrueberziehen wird mir bewusst, dass ich trotzt allem Glueck hatte: Ich hatte nur 300 Rs dabei, konnte allso wirklich glaubhaft versichern kein Geld zu haben (auch wenn mcih die beiden zwischenzeitlich dazu bewegen wollten den naechsten Geldautomaten aufsuchen, und, und das ist eigentlcih der springende Punkt: die beiden haben keine Bratpfannen, Waermflaschen oder Puempel verkauft und nun bin ich stolze Besitzerin eines wirklich gar nicht mal so haesslichen bunten Schals und eines niedlcihen kleinen Fusskettchens.

Das wichtigste an der ganzen Begegnung scheint mir jedoch der Lehrneffekt zu sein… Ich denke ich weiss jetzt wie ichn nein sage und verstanden habe ich auch, dass ich meine „gute“^^ Erzuiehung hier durchaus dann und wann mal etwas vernachlaessigen darf…

Der Schal

Der Schal

Fusskettchen (und ein paar neue Ohrringe)

Fusskettchen (und ein paar neue Ohrringe)

Advertisements

Die letzten Tage und morgen habe ich frei und das mal zum Anlass genommen, Goa ein wenig zu erkunden…

Anbei ein paar Fotos zum neidisch werden, den hier gibt es wirklich unglaublich schoene Orte!!!

Alter Leuchturm bei Fort Aguada

Alter Leuchturm bei Fort Aguada

Am Baga-Beach

Am Baga-Beach

Blick ueber Panjim

Blick ueber Panjim

Andermal mehr von dieser Stelle!

So, nun also ein Artikel zu meiner neuen Wohnung, die ich wirklich unglaublich schnell gefunden und bezogen habe. Bei besagter Unterbringung handelt es sich um ein 1 Bedroom Apartment. Also ein Schlafzimmer sowie eine Badezimmer, eine Kueche und ein kleiner Eingangsbereich.

Sehr nett das ganze und dazu in Saligao (koennt ihr gogglen), einem kleinen netten Dorf in der Naehe von Mapusa.

Meine Adresse ist:

Mareike Kruse

c/o Lincoln De Souza

Tabra Vaddo Saligao

Bardez Goa 403511

India

Wer mir einen Brief/Postkarte schickt dem antworte ich auf eben diesem Wege, versprochen 🙂 Also ran an Papier und Stifte!!! Ich mags halt altmodisch und so ein richtiger Brief mit Papier und so ist ha;t schon schoener als eine E-mail, obwohl ich mich ueber die auch sehr freue 🙂

Hab nun uebrigens auch eine indische Handykarte und bin somit auch mobil zu erreichen! Nummer: 00919503916436 Wer einen Telekomanschluss hat kann mich somit unglaublich guenmstig anrifen mit einer entsprechenden Vorwahl (siehe billigertelefonieren.de). Also wer Telekom hat, mal kurz Bescheid sagen, meine Familly hat leider versatel 😦

Also ich freu mich auf Post, SMS oder gar Anrufe und nun noch wie versprochen ein paar Bilder!

Kueche

Kueche

Schlafzimmer1

Schlafzimmer1

Schlafzimmer2

Schlafzimmer2

Kueche2

Kueche2

Und wo wir grad schon bei Fotos sind, noch eins von Tina und mir( meiner deutschen Freundin aus Calangute) und mein bisheriges Lieblingsfoto das ich in den Slums gemacht habe:

Tina und ich

Tina und ich

Kleiner Junge

Kleiner Junge

Ich komme gerade aus dem Supermarkt. Selbst das kleine Nest Saligao, dass cih nun fuer 5 Monate meinen Hauptwohnsitz nenne hat einen solchen und der ist, ueberaschender weise, sogar ziemlcih gut ausgeruestet, wenn auch alles moeglcihe (ich meine wirklcih ALLES moegliche auf so engem Raum gestapelt ist, dass es schon eine Herausforderung darstellt an gewuenschtes Objekt tatsaechlich heranzukommen…

Ich hab fuer exakt 80 Rupien , also gut 1 Euro eingekauft. Soweit so gut…

Allerdings ist es echt erstaunlcih was ich gekauft habe:

1 kg Salz fuer 10 Rs (14 Cent)

8 grosse Kartoffeln fuer 10 Rs (14 Cent)

1 grosse Wurzel fuer 5 Rs (7 Cent)

3 Limetten fuer 3 Rs !!! ( 4 Cent?!?!)

Der Rest enfaellt auf eine Gewuerzmischung, 3 Schokoriegel (die gibts hier zum Glueck ueberall :)) und auf Strohalme.

Also schon der Wahnsinn was ich alles fuer so wenig Geld bekommen habe… Ich bin jedes Mal wieder ueberascht… Allerdings gibt es hier in Goa auch echt teure Luxusgueter wie etwa Klopapier! Die Rolle kostet etwa 50 Cent!!! Da bedenke man mal die Verhaeltnisse!!!

Sonstige Sachen die in der vergangenen Woche den Weg in meinen Kuehlschrank gefunden haben: Nutella (ja ich konnte nun mal nicht wiederstehen ;)), Reis (wen wunderts), eine Kokosnus (die zu oeffnen war schon ein Akt fuer sich, Selter, Wasser in rauen Mengen und Saft (und noch sont einiges an das ich mich gerade nicht expliziet erinnere…

Irgendwann am naechsten Wochenende werde cih dann wohl mal einen Shoppingtrip in Mapusa oder Panjim machen und mal sehen was mir da noch so an Schnaeppchen oder eben Nicht-Schnaeppchen ueber den Weg lauft…

Gleich setzte ich mich erstmal mit einer eisgekuehlten Lemon-Soda in meine klimatisiertes Schlafzimmer und esse den Rest der Reispfanne von gestern Abend, morgen sind dann die neuen Gewuerze dran 🙂

So oder so aehnlich lautet im Moment das Motto nach dem ich lebe…

Hier in Indien ist alles unglaublich anders… Vorstellen kann man sich das erst wenn man selber ueber indische Strassen gelaufen ist und die Leute hier gesehen und kennengelernt hat…

So vieles scheint mir im Moment ungewohnt und neu:

Das allein sein: Meine erste eigene Wohnung ganz fuer mich alleine ohne Famile um mich rum…

Der Strassenverkehr ohne Regeln, recht hat wer am lautesten hupt,

Die Menschen: unglaublich freundlcih und offen aber auch sehr aufdringlich

Das Wetter: eine Waerme ist das hier mit Luftfeuchtigkeit die einen 2 Minuten nach der kalten Dusche schon wieder anfangen laesst zu schwitzten…

Das Essen: Das aber wirklcih sehr lecker ist!

Ameisen: in allen groessen und Farben die wirklcih alles!!! richen was irgendwie essbar ist… (Das Gift hab ich mir schon besorgt ;))

All das und noch viel mehr prasslet im Moment auf mcih ein und mal ist es leichter, mal schwere damit zurechtzukommen…

Ich habe nun auch angefangen zu arbeiten und die arbei bringt Spass ist aber auch anstrengend, einmal die Kommunikation ausschliesslich in Englisch, dann die wirklcih harte arbeit einmal in den Slums udn dann biem essen verpacken und abwaschen…

beim spielen im Slum

beim spielen im Slum

(mehr Bilder findet ihr unter Fotos)

Und ich habe auch eine neue Wohnung, das Highlight ist die Klimaanlage 🙂 Dieses Wochenende muss ich da mal gruendlich putzen und dann stell ich mal ein paar Fotos von der Wohnung ein 🙂

Soweit erstmal von mir, naehers und ausfuehrlicheres spaeter!

Nun bin ich also in Goa… Der weg hierher war ziemlich lang und ich war 36 Stunden unterwegs bis ich endlich Shan getroffen habe…

Erste Eindruecke: eine Menge… Laut und warm, viele Menschen und Tiere, Verkehrsregeln? wer braucht die schon! Aussicht aus dem Zug: atemberaubend gruen, wie urwald. Viele kleine Kinder. Im Zug ein unglaublcih suesses maedchen. hilfsbereite menschen. eine tastatur ohne umlaute und mit vertauschten buchstaben 🙂 (entschuldigt die rechtschreibung)

Vieles was ich erst verstehen und lernen muss…

Spaeter mehr von mir, jetzt muss ich erstmal rausfinden was ich heute machen will…und kann…

ohohohoh… in 12 !!!! Stunden gehts los…

Meine Aufregung hat das nun scheinbar auch verstanden und seit gestern Abend tummelt es nur so vor Ameisen in meinem Bauch und das, wo ich Insekten doch eigentlich gar nicht mag (Schmetterlinge sind da natürlich eine Ausnahme ;))…

Meine gepackter Rucksack steht hinter mir und ich hoffe wirklich, dass die mich mit den gut 20 kg durchlassen (hoffentlich komme ich zu einem männlichen Einchecker (wie heißen diese Leute den eigentlich richtig???) die sollen ja netter und kulanter sein als Frauen und zur Not kann man das bei denen dann auch mal mit einem „netten“ Lächeln versuchen ;))

Gleich kommt noch das Abschiedskommando und meine kleine Schwester will noch unbedingt mit mir Wikingerschach spielen (ausgerechnet dieses Spiel bei dem ich grundsätzlich immer verlier…)

Naja… ich werd mich dann mal für meine Niederlage rüsten und anschließend Abschied feiern…

Ich meld mich wieder aus INDIEN, Land meiner Träume!!!

Bis dann & liebe Grüße