…und das im wahrsten Sinne des Wortes!

Ich befinde mich auf dem Markt in Mapusa und suche verzweifelt nach einfachem weissen Papier und normalen (!) Umschlaegen… So weit ist das ja noch eine unverfaengliche Situation. Dann neben mir das obligatorische “ Hello! Whats your name?“ Na gut, ich spiele dieses Spielchen mit, weil so tun als haette man nichts gehoert ist unhoeflich und ich bin ja schliesslich gut erzogen. Mit der Kenntnis ueber meinen Namen gibt sich die durchaus nette Frau nun allerdings leider nicht zufrieden: „Where are you from? … Ah Germany very nice. You are very beutyful, nice hair, nice eyes (ok… vllt haette ich an dieser Stelle stutzig werden sollen…) „What are you looking for?“ Ah… wunderbar, denke ich, die kann mir bestimmt zeigen wo ich das Papier und die Umschlaege bekomme! Und damit bin ich dann auch in der Falle gelandet… Die mir zu diesem Zeitpunkt wirklich sympathische Frau bringt mich also zu dem Papierladen und ich erstehe das von mir gesuchte weisse Papier. Nun allerdings gehts ja erst richtig los!

Denn: Da mir Sonja, wie sie sich mitlerweile vorgestellt hat, ja nun geholfen hat, solle ich mir doch bitte auch ihren Shop ansehen und den ihrer Freundin, die bisher schweigend hinter uns hergetrottet war, haette auch noch einen… In diesem Augenblick daemmert mir, dwas mich erwahrtet und das ich mich in den Faengen von, wie sie der Lonely Planet nennt und im gleichen Augenblick vor ihnen warnt, Schlepper befinde.

Da diese beiden Damen, die ich mittlerweile nicht mehr ganz so sympathisch finde, allerdings ja geholfen haben, tue ich mich etwas schwer sie abzuweisen, denn ich habe ja gelenrt dankbarzu sein 😉 und lasse mich zu ihren Shops fuehren… Ja ich weiss, ich muss unbedingt lernen „No thanks“ zu sagen und das Problem ist ja auch nicht neu… Ich erinnere nur an das Buch das ich dem tibetischen Wandermoench abgekauft habe, nachdem er mich eine halbe Stunde zugelatschert hatte oder an die mehr oder weniger freiwillige Mitgliedschaft im BUND, die ich, nebenher seis erwaehnt, mittlerweile wieder gekuendigt habe…

Schweren Herzens schaue ich mir also die Shops der beiden Damen an… Schals und Schmuck: es haette auch schlimmer kommen koennen! Mit anschauen geben sich die beiden, mittlerweile mag ich sie nicht mher!, allerdings nicht zufrieden sodass ich nachher mit einem Schal und einem Fusskettchen dastehe…

Allerdings: Ich habe mich um Kopf und Kragen gehandelt (ich kann es scheinbar doch Anne! 🙂 Fuer den Schal wollte die gute Frau 1800 Rs haben… Ich dachte kurz ich habe mich verhoert und sie meinte 180 Rs. aber nein… Wie auch immer, am Ende erstand ich das gute Stueck fuer 200 Rs und das Fusskettchen habe ich von 700 Rs auf 50 runtergehandelt… aber natuerlich besitzte ich jetzt einen echten Paschminaschal und das Kettchen ist auch aus Silber… wers glaubt… Ich jedenfalls nicht!

Am Ende des Tages, waehrend ich mich auf der Heimfahrt nach Saligao befinde und die Palmen an mir vorrueberziehen wird mir bewusst, dass ich trotzt allem Glueck hatte: Ich hatte nur 300 Rs dabei, konnte allso wirklich glaubhaft versichern kein Geld zu haben (auch wenn mcih die beiden zwischenzeitlich dazu bewegen wollten den naechsten Geldautomaten aufsuchen, und, und das ist eigentlcih der springende Punkt: die beiden haben keine Bratpfannen, Waermflaschen oder Puempel verkauft und nun bin ich stolze Besitzerin eines wirklich gar nicht mal so haesslichen bunten Schals und eines niedlcihen kleinen Fusskettchens.

Das wichtigste an der ganzen Begegnung scheint mir jedoch der Lehrneffekt zu sein… Ich denke ich weiss jetzt wie ichn nein sage und verstanden habe ich auch, dass ich meine „gute“^^ Erzuiehung hier durchaus dann und wann mal etwas vernachlaessigen darf…

Der Schal

Der Schal

Fusskettchen (und ein paar neue Ohrringe)

Fusskettchen (und ein paar neue Ohrringe)

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