September 2009


Das Wort Alltag kennt Indien nicht…

Zwar bin ich mittlerweile fast 2 Monate hier und so langsam koennte man was den Tagesablauf anbelangt von Alltag sprechen, allerdings ist dieses Wort hier so fehl am Platz wie der sprichwoertliche Elefant im Porzelanladen…

Jeder Tag ist neu und anders als gedacht, immer wieder ueberrscht einen dieses unglaubliche Land, mal positiv, mal negativ und nur selten weiss man morgens schon was im Laufe des Tages noch so passiert… Sei es eine durchgebrannt Steckdose die einen zum kochen mit Gas bringt, ein wild gewordener Busfahrer, eine kurzfristig anberaumte Geburtstagsfeier oder ein Ausflug mit den Kleinen zum Strand, ein Samosa statt einer Zeitung, eine Waschmaschine mit Eigenleben oder was auch immer…

Aber mir gefaellt das auch, es wird nicht langweilig, grade die arbeit bietet immer wieder so viel zum Lachen und manchmla auch zum einfach staunen oder begeistert sein. Ob es die Tatsache ist, dass Jankidas endlich richtig Plusrechnen kann, Reschma weiss was eine 7 ist, Sunil froehlich ein Liedchen zum besten gibt, Arwinesh it unglaublich cooler Sonnebrille versucht meine Fuesse zu kitzeln, Laxman sich auf die Aufforderung, die Kinder die noch keinen Kuchen haben sollen sich melden mit der Hand meldet in der er den Kuchen haellt, Kiran einem kleinen Maedchen eine Packung Glitzer ueber die Haare schuettet oder oder oder…

Es ist und war und wird es wohl auch bleiben: ein auf und ab der Gefuehle, eine Achterbahnfahrt bei der man vorher die Strecke nicht einsehen kann, kurz und knapp: ein Abenteuer!

Und das ist auch gut so!

Anbei noch ein paar Fotos vom Strandausflug gestern:

Am Strand

Am Strand

Pappu :)

Pappu 🙂

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Da ich irgendwie nicht mit der Fotoseite zurechtkomme stelle ich jetzt einfach die neusten Bilder hier direkt im Blog ein!

Viel Spass!

Unterwegs mit den Maedels und Tanya

Unterwegs mit den Maedels und Tanya

Eine Ganeshstatur die wir mit den Kiddis anschauen waren

Eine Ganeshstatur die wir mit den Kiddis anschauen waren

Armreifenstand auf dem Mapusa-Market

Armreifenstand auf dem Mapusa-Market

Einige von den Kleinen und ich

Einige von den Kleinen und ich

Reschma, Laxman und Sunil

Reschma, Laxman und Sunil

Radjisch und ich

Radjisch und ich

Heute nur eine kurze Anekdote ueber die kleinen Hindernisse und so typisch indischen Zwischenfaelle:

In Indien gibt es keine festen Baeckereien die Broetchen und so verkaufen, sondern fahrende Baecker, die auf Fahrraedern unterwegs sind und durch eine Hupe ihre Anwesenheit bekanntmachen.

Bei eben diesem Brotmann wollte ich nun letzte Woche zum ersten mal etwas kaufen. Soweit so gut. Ich hatte also meine Broetchen schon ausgesucht etc. als er auf eine andere Tasche deutet und fragt ob ich davon auch noch moechte… Das ganze in unverstaendlichem Englisch, sodass ich nur ahnen konnte was er  meinte. Auf der besagten Tasche also liegt eine Ausgabe des Herald, einer Goanischen Tageszeitung. Ich denke also, er verkauft auch Zeitungen, waere ja moeglich. Ich frage also, ob er auch die Times of India hat. Er nickt froehlich und ich sage: gut dann nehme ich eine davon. Dann greift er in die Tasche und was holt er heraus? Einen Samosa, reisst ein Stueck der Zeitung ab, wickelt das fritierte Teigdreieck mit herzhafter Fuellung ein und gibt es mir.

Da stehe ich also. Mit einem Samosa, der wirklich gut geschmeckt hat, so ist es ja nicht, und mir wird wieder einmal klar das ich in Indien bin, dass nicht alles einfach ist und das es immer wieder Ueberaschungen gibt, auf die man sich einfach einlassen muss… Als Belohnung weis ich nun, wo ich mein naehchstes Abendbrot herbekomme 🙂