Dezember 2009


Hiermit moechte ich allen freohliche Weihnachten und einen guten Srtart ins neue Jahr wuenschen!

Ambei noch ein paar Fotos unserer Weihnachtsfeier bei Children Walking Tall, Heilig Abend beim Geschenke austeillen und am Weihnachtsmorgen am Strand und spaeter in der Mapusa Hall! Viel Spass!

… und was ich davon halte…

Da nun auf den Tag genau die Haelfte meines Indienaufentaltes vorbei ist und ich die Haelfte dieser Haelfte, ein Viertel sozusagen, der Zeit einen Scooter habe und mich durch den indischen Verkehrsdschungel kaempfe dachte ich heute auf meiner Fahrt von und zur Arbeit daran mal ein wenig davon zu berichte, was sich hier fuer Geschichten, ich bin versucht Dramen zu schreiben, auf dem Asphalt abspielen…

So etwa die Massnahmen des Strassenbaus, die mich immer wieder nur zum Kopfschuetteln bringen, sei es aufgrund ihrer absoluten Unzulaesslichkeit –> also Loecher in der Strasse oder was auch immer, oder einfach wegen ihrer nicht einsehbaren Logik… (ich bin fest davon ueberzeugt das es sie einfach nicht gibt und jeder Gedanke an eine solche somit im Grunde verschwendete Zeit ist…

Waehrend man soetwas wie Strassenbau in Deutschland an der Uni lernt, ja ich hab das gegoogelt, in Stuttgart an der Uni gibt es sogar einen Lehrstuehl fuer Strassenplanung und Strassenbau, werden hier Wanderarbeiter fuer diese Aufgaben eingesetzt… Soweit waere das ja auch alles in Ordnung wenn es da dann jemanden gaebe, der planend im Hintergrund agiert und den Arbeitern sagt wie was gebaut werden soll… dies scheint allerdings nicht der Fall zu sein, denn dieses Gebaue erscheint dermassen sinnentlert und geradezu willkuerlich das da beim besten Willen kein Plan hinter stehen kann oder wenn doch dieser Plan der schlechteste weare, den man sich nur vorstellen kann…

Um jetzt aber all denen die noch nie in Indien waren ein wenig deutlicher zu machen worueber ich hier eigentlich spreche, hier die Geschichte des Strassenabschnittes 1 auf meinem Weg zur Arbeit:

Namentlich ist dies der etwa 2 km lange Abschnitt von Saligao nach Parra… Alles fing damit an, dass so etwas wie Wasserkanaele, oder zumindest glaube ich, dass das so etwas sein soll, von den Feldern links der Strasse zu den Feldern rechts der Strasse verlegt wurden. Also wurden auf einem Abschnitt von gut 1 km im Abstand von etwa 50-100m die Strasse aufgerissen ein Kanal gelegt und das ganze wieder mit Betonplatten und Teer abgedeckt. Soweit so gut. Nur leider haben die Arbeiter dabei kleine Huegel auf der Strasse gebaut, sodass man auf diesem Stueck Strasse nun an die 10-20 mal nahezu von seinem Scooter geschleudert wird wenn man nicht wirklihc, und cih meine wirklich wirklich langsam ueber besagte Miniberge hinwegfaehrt. Anfangs war das noch nicht so schlimm, da ich damals noch mit dem Bus unterwegs war. Zwar fuehlt es sich im Bus nicht gerade nett an ueber diese Piste zu holpern sondern etwa so, als wuerde der Busfahrer mal wieder mit etwas zu viel Geschwindigkeit oder ungebremst ueber einen der immer mehr werdenden Speedbreaker rasen und das dann gleich 20 mal hintereinander aber das praktische war das man dann wusste das man sich Richtung Tuer begeben muss, da man demnaechst aussteigen muss.

Seit ich nun aber den Scooter habe war dieses Stueck Strasse, gerade im Dunkeln, nicht gerade eine Freude. Nach 2 Monaten auf meinem Scooter und auf dieser Strasse hatte ich mich allerdings an meine kleinen Miniberge gewoehnt, Rodeoreiten kann man ja schliesslich auch lernen!, und alles waere soweit in Ordnung. Waere.

Haetten nicht ein paar unglaublich schlaue Koepfe (das ist bitte mit einer Riesenportion Ironie und einer Priese Sarkasmus zu verstehen) etwas Neues einfallen lassen, um die ohnehin schon gestressten Fahrer motorisierter Untersaetze zu schikanieren. Zugegeben die Strasse war nicht sonderlich breit aber damit hatten nichteinmal 2 sich entgegenkommende Busse ein wirkliches Problem. Trotzdem beschloss irgendjemand, ich wuesste wirklich zu gerne wer das war, die Strasse zu verbreitern. An und fuer sich hoert sich das nun nicht nach einem absolut furchtbaren Plan an, unter anderen Umstaenden wuerde ich das sogar fuer eine gute Idee halten aber die Planer des ganzen, sollte es sie dann nun wirklich geben, immerhin fangen ja Wanderarbeiter nicht einfach an zu arbeiten und noch dazu muessen sie den ganzen Kram ja auch irgendwo her haben, haben da eine Kleinigkeit uebersehen. Oder besser gesagt mehrere Kleinigkeiten. Erstens: Es gibt nicht wirklich Plazt fuer eine Strassenverbreiterung und das sollte eigentlich eine Vorraussetzung dafuer sein, das man eine Strasse verbreitert. Aber da wir ja in Indien sind hat sich da niemand drum gekuemmert. Und Zweitens: Wenn man den Platz dann „findet“ bringt es nichts dort einfach Asphalt  „hinzukippen“. Nun wird sich der Unindienkundige Leser sicher fragen wie man denn eine Strasse verbreitert wenn da gar kein Platz fuer eine Verbreiterung ist. Lasst euch gesagt sein, in Indien geht alles! In diesem Fall wurde einfach Platz da geschaffen wo definitiv gar keiner ist, soll bedeuten: es wurde einfach alles in die Strasse eingebaut was vorher daneben war, und somit der Strassenverbreiterung im Weg stand. Ich kann gut verstehen das man das jetzt immer noch nicht versteht, ich musste heute morgen auch doppelt hinschaun als auf einmal ein Telefonmast mitten in der Strasse vor mir steht und auf der anderen Seite gleich eine ganze Reihe von Strommasten und Strassenlaternen. Noch dazu haben die Arbeiter,  keine allzugute Arbeit geleistet was die Guete des neu hinzugekommenen Strassenbelags betrifft der acuh in die alte Strasse hineinriecht. Im Klartext bedeutet dass, um es mal so zusammenzufassen: Die Strasse ist ungeheuer gefaehrlich, da man nun nicht nur damit rechnen muss das ploetzlich eine Kuh vor einem auf der Strasse auftaucht, sondern nun auch Telefon- und Strommasten sowie Laternenpfaehle zu den natuerlichen Feinden des Scooterfahrers zaehlen und noch dazu die Strasse durch besagten Belag eigentlcih schmaler als breiter geworden ist, da niemand auf dem sehr ruppigen Belag an der Seite fahren will und sich alle aufgrund des Belages und auch aus Angst mit einem Mast zu kolidieren in der Mitte der Strasse aneinandervorbeiquetschen…

Danke liebes indisches Transport Ministerium, ich vermute das das wohl hinter allem steht. Ihr habt es doch tatsaechlcih geschafft aus einer wirklich guten Strasse(vorher) eine Gruselstrecke zu machen auf der man weder vor Laternen, Strommasten, Telefonmasten oder dem Gegenverkehr sicher ist, wenn man dann nach einem der Minihuegele.g. Wasserkanaele ueberhaupt noch auf seinemScooter sitzt…

Ganz zu schweigen davon, dass die unzaehligen Loecher, keine Ahnung wo die wieder herkommen, nach wie vor eine Slalomfahrt erfordern… Aber ich denke ich werde lieber nicht darum bitten diese Loecher einmal aufzufuellen, wer weiss was da am Ende bei rauskommen wuerde? Ich wage es nicht mir vorzustellen…

Manchmal waehrrend ich mich also auf diesem Abenteuerpakour zur Arbeit befinde frage ich mich dann auch mal wieder: Wer ist eigentlcih auf die Idee gekommen hier selber zu fahren… Aber das ist wohl dann eine Frage auf die ich ein anderes mal naeher eingehen werde 😉

Fuer heute, seit beruhigt, habe ich meinen Weg zur und von der Arbeit nach Hause mit Bravour gemeistert und bin sicher wieder in Saligao wo es langsam auch schon dunkel wird und heute der Versch einen Vanillepudding zu kochen auf dem Speisseplan steht…

Ich wuensche euch allen eine wunderschoene Weihnachtszeit, geniesst die deutschen Strassen! Glaubt mir, sie sind um Laengen!!! besser als indische…

…und soviel, was bilder einfach mehr sagen als Worte…

Zeit ist wohl etwas das ich niemals verstehen werde… mal ist sie da, dannn nicht, dann geht sie langsam und dann rast sie nur so dahin… Im Moment kommt es mir vor als wenn mir die sekunden stunden minuten monate wochen und tage nur so um die ohren schwirren und ploetzlich ist es schon dezember! Naechste woche ist die Haelfte! meiner zeit in indien schon vorbei und mir kommt es vor als waere ich gerade erst gelandetr.

Ich vermisse die kleinen Minimonster schon jetzt die mcih jeden tag, egal wie es mir gerade geht, zum lachen bringen.

Ich habe noch 3-4 Wochen bei Children walking tall dann geht es fuer mcih ab auf die reise durch dieses unbeschreibliche land!

Weihnachten kommt mir absolut bizarr vor waehrend hier bei 30 grad die sonne scheint, der himmel blau ist und die palmenblaetter im wind saeuseln…

Ich bin gerade auf meinem weg zur arbeit und habe einen kurzen zwischenstop im ietcafe eingelegt und dabei festgestellt das mein letzter blogeintrag ueber einen monat her ist… zeit zeit zeit…

So denn also werde ich meine zeit wieder den kindern widmen und spaeter noch ein wenig enkaufen oder was auch immer, vielleicht findet sich dann auch noch etwas zeit fuer einen kaffe und hoffentlich demnaechst auch wieder ein zwei minuetchen fuerr einen kurzen indischen reisebericht…